Arbeitszeitberatung - Entwicklung und Erprobung eines Praxismodells fĂĽr kleine und mittlere Unternehmen im Saarland und den Kammerbezirken Trier und Pfalz

Klassifikation
Dimension Wert
Personendisziplinen
  • Soziologie
  • Fördernde Institutionen
  • Sonstige: Ministerium fĂĽr Arbeit und Soziales
  • Funktionsbereich
    • Perspektive der Person
      • Qualifizierung / Schulung
    Typ des Forschungsergebnisses
  • Demonstrator / Prototyp / Umsetzung
  • Zielgruppe
  • Sonstige: KMU
  • Zielsetzung des vom Institut fĂĽr Sozialforschung und Sozialwirtschaft bearbeiteten Modellprojektes ist es, kleine und mittlere Unternehmen durch eine qualifizierte ganzheitliche Arbeitszeitberatung darin zu fördern, alter(n)sgerechte, gesundheitsförderliche, geschlechtergerechte und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie unterstĂĽtzende Arbeitszeitmodelle einzufĂĽhren. In den Modellregionen Saarland und den Kammerbezirken Trier und Pfalz wird dazu eine Beratungsstruktur mit einem Pool an fachlich qualifizierten Beratern aufgebaut. Die durchzufĂĽhrenden Arbeitszeitberatungen sollen sich dabei speziell an den Bedarfen von KMU ausrichten. Nach erfolgreicher Erprobung wird das Beratungsmodell in ein sich selbst tragendes Geschäftsmodell ĂĽberfĂĽhrt. Eine Ăśbertragung in weitere Regionen ist vorgesehen. Innovativ ist dieses Vorhabens deshalb, weil ein Beratungsangebot zu Themen aufgebaut wird, die fĂĽr die Zukunftsfähigkeit von Betrieben stark an Relevanz gewinnen, bisher aber in der mittelständischen betrieblichen Praxis oft vernachlässigt wurden.

    Konkret verfolgt das Projekt dabei mehrere Zieldimensionen:

    1. das quantitative Ziel einer vermehrten Inanspruchnahme von betriebsspezifischen Arbeitszeitberatungen durch Klein- und Mittelbetriebe, um die Teilhabemöglichkeiten dieser Unternehmen und ihrer Arbeitnehmer/-innen an den vorliegenden Erkenntnissen, Angeboten und Transferprodukten zum betrieblichen Arbeits- und Gesundheitsschutz zu fördern;

    2. das qualitative Ziel der Entwicklung und Erprobung einer demografie- und gendersensiblen Arbeitszeitberatung unter Berücksichtigung der Perspektiven von Arbeitgebern und Arbeitnehmern/-innen, die u.a. Fragestellungen wie Vereinbarkeit von Beruf und Familie, lebensphasenorientierte Arbeitszeitgestaltung, alter(n)sgerechte Arbeitszeitmodelle, geschlechtergerechte/-differenzierte Arbeitszeitmodelle, Entgrenzung und Zeitsouveränität der Beschäftigten in das Beratungsangebot integriert;

    3. das methodische Ziel der Umsetzung eines den BedĂĽrfnissen von kleinen und mittleren Unternehmen angemessenen ganzheitlichen Beratungsansatzes, der auf der bestehenden Arbeitszeitkultur im Betrieb aufsetzt und diese pragmatisch weiterentwickelt;

    4. das strukturelle Ziel der Entwicklung und Umsetzung eines – regional übertragbaren – Geschäftsmodells zur Implementierung einer nachhaltigen Beratungsstruktur.

    Das dreijährige – im Rahmen des Modellprogramms zur Bekämpfung arbeitsbedingter Erkrankungen geförderte – Modellvorhaben ist eines von zwei Projekten im Förderschwerpunkt „Arbeitszeitberatung – Entwicklung und Erprobung eines Praxismodells“. Es wird gemeinsam vom Institut für Sozialforschung und Sozialwirtschaft (iso), Saarbrücken und dem Institut für Mittelstandsökonomie an der Universität Trier (Inmit) durchgeführt.

    Projektleitung: Dr. Volker Hielscher